Leitender Notarzt (LNA) und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL)

Zur angemessenen Reaktion auf größere Einsatzszenarien gibt es im Landkreis ein OrgL-System sowie eine LNA-Bereitschaft. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich, Einsätze werden jedoch in Form einer Aufwandsentschädigung vergütet. Sowohl die OrgL als auch die leitenden Notärzte erlangen über entsprechende Fortbildungen und berufliche Erfahrung die nötige Qualifikation zur Ausübung ihrer Ämter.

 

LNA und OrgL werden immer gemeinsam alarmiert. Zusammen bilden Sie die Einsatzleitung des Rettungsdienstes.

OrgL

Beim Organisatorischen Leiter handelt es sich um einen erfahrenen Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter mit einer zusätzlichen Ausbildung zum OrgL. Er legt seinen Schwerpunkt auf die organisatorisch-taktische Beurteilung und unterstützt den LNA im Bereich Logistik und Kommunikation.

 

Der Landkreis ist in sechs OrgL-Bereiche unterteilt, die auch den Rettungsdienstbereichen entsprechen. Die jeweils zuständigen Leistungserbringer im Rettungsdienst stellen für ihre Rettungsdienstbereiche über Dienstpläne eine OrgL-Bereitschaft sicher und statten die Funktionsträger mit geeigneten Dienstfahrzeugen aus. Je nach Topografie des jeweilig primären Einsatzgebietes werden üblicherweise Kleinbusse oder Geländewagen als Fahrzeuge verwendet.

 

Sollte der Einsatzumfang den Einsatz mehrerer OrgL erforderlich machen (bspw. bei einer Unterteilung in mehrere Einsatzabschnitte) können auch weitere OrgL aus benachbarten Bereichen hinzugezogen werden. Darüber hinaus kann zusätzlich die SEG Führung zur Unterstützung hinzubeordert werden (alle Gruppenführer dieser Einheiten verfügen ebenfalls über eine OrgL-Ausbildung).

 

Bis zum Eintreffen eines OrgL übernimmt der zuerst eintreffende Rettungsassistent oder Notfallsanitäter dessen Funktion.

LNA

Dem Leitenden Notarzt  obliegt vordergründig, die Schwere der Verletzungen festzustellen (Triage) und die Versorgung der Verletzten nach Dringlichkeit zu organisieren. Er trägt die Verantwortung für den medizinischen Teil des Einsatzes.

 

Die Verfügbarkeit eines Leitenden Notarzts sowie eines Stellvertreters ist im Landkreis ebenfalls über ein Bereitschaftssystem gewährleistet. Sowohl der LNA als auch der stv. LNA sind landkreisweit einsetzbar. Der stv. LNA kann hinzugezogen werden, wenn ein weiterer LNA erforderlich ist (bspw. bei Abschnittsbildung) oder wenn dieser die Einsatzstelle deutlich schneller erreichen kann. Die Einsatzfahrzeuge des LNA und des stv. LNA werden vom Landkreis zur Verfügung gestellt. Die Fahrzeuge sind an den Kliniken stationiert, durch die die leitenden Notärzte gestellt werden. Der LNA wird vom Universitätsklinikum Dohnsberg gestellt, der stellvertretende LNA vom Saltus-Klinikum Ferrenwalde. Bei Einsätzen innerhalb Dohnsbergs, fährt der LNA i.d.R. nicht separat zur Unfallstelle, sondern wird unterwegs vom OrgL eingesammelt.

 

Bis zum Eintreffen des (stv.) LNA fungiert der zuerst eintreffende Notarzt als LNA.