Rettungsdienst

Hier finden Sie Informationen über die Rettungsdienststrukturen in unserem Landkreis.

 

Besonders in den Gebirgslagen stellt die Organisation eines effizienten Rettungsdienstes eine Herausforderung dar, da auch hier ein schnelles Eintreffen der Rettungsmittel im Einsatzfall unumgänglich ist.

Organisation

Der Landkreis ist in sechs Rettungsdienstbereiche aufgeteilt. Die Grenzen der einzelnen Bereiche sind im Wesentlichen noch auf die Grenzen der ehemaligen Landkreise zurückzuführen.

  • Zuständig für den Süden des Altkreises Torfenstein ist die Gliederung Torfenstein des Malteser-Hilfsdiensts (MHD).
  • Im Norden des ehemaligen Landkreises Torfenstein wird der Rettungsdienst vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) OV Wolfenberge wahrgenommen.
  • Den Rettungsdienst im ehemaligen Landkreis Ferrenwalde übernimmt der Kreisverband Ferrenwalde des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Die einzelnen Rettungswachen werden durch die jeweiligen Ortsverbände betrieben. In Neustadt an der Dohne wird die Rettungswache durch die Neustädter Feuerwehr betrieben.
  • Im Altkreis Tobingen obliegt der Rettungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr (FFW). Eine Rettungswache der Feuerwehr wird hierzu durch hauptamtlich Beschäftigte besetzt. Zusätzliche Rettungsmittel werden im Auftrag der Feuerwehr in Gutsheim vom DRK KV Tobingen und im Norden Tobingend vom ASB OV Tobingen gestellt.
  • Für das Stadtgebiet Dohnsberg liegt die Zuständigkeit beim Arbeiter-Samariter-Bund Ortsverband Dohnsberg/Torfenstein. Eine Rettungswache im Süden Dohnsbergs wird durch die Berufsfeuerwehr betrieben.
  • Für die Gemeinden im Altkreis Zirkelfelde ist der Kreisverband Dohnsberger Land der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) zuständig.
Aufteilung der Zuständigkeit im Rettungsdienst an Hilfsorganisationen (JUH, MHD, ASB, DRK) und Feuerwehr (FW)
Organisation des Rettungsdienstes im Landkreis Dohnsberger Land

Die zugeordneten Versorgungsgebiete sind jedoch keine starren Grenzen sondern dienen lediglich der Planung. Bei Notfällen wird immer das nächstgelegene, freie Rettungsmittel zum Einsatz disponiert.


Verteilung von Rettungswachen und Außenstellen des Rettungsdienstes im Landkreis Dohnsberger Land
Rettungswachen im Landkreis

Bei Bedarf können Einsatzmittel auch zur Hilfeleistung in Nachbarlandkreisen - und umgekehrt - eingesetzt werden. Zur Abdeckung von Einsätzen mit einer Massenanzahl an verletzten (MANV) stehen zudem an mittlerweile 8 Standorten "Schnelleinsatzgruppen Rettungsdienst" (SEG RD) zur Verfügung.

Standorte von SEG-Rettungsdienst Einheiten
Standorte von SEG-Rettungsdienst Einheiten

Fahrzeuge

Der Landkreis als Träger des Rettungsdienstes legt reguläre Vorhaltefristen und Kapazitäten fest. Neben der vorzuhaltenden Zahl an Rettungswagen, Mehrzweckfahrzeugen, Krankentransportwagen, Notarzteinsatzfahrzeugen (sowie ggf. Spezialfahrzeugen) werden auch deren Vorhaltezeiten festgelegt. Diese Zeiten können aus gegebenem Anlass erweitert werden. 

 

In jedem Rettungsdienstbereich sind für Standzeiten aufgrund von Ausfall, Wartung oder Desinfektion Reservefahrzeuge vorzuhalten. Hierfür werden i.d.R. dienstältere, buchhalterisch bereits abgeschriebene Fahrzeuge eingesetzt.

 

Für die Vorhaltung an Krankentransportwagen ist festgelegt, dass je Rettungsdienstbereich mind. drei der vorgehaltenen Krankentransportwagen (inkl. Reserve) die Norm des KTW Typ B (Notfall-KTW) erfüllen. Im Katastrophenschutz-Fall oder bei einem Massenfall an Verletzten (MANV) sollen so bereits aus der Regelvorhaltung des Rettungsdienstes schnell Transportkapazitäten gewonnen werden können. Die Entscheidung, ob im Großschadensfall ein Transport ersatzweise auch im Notfall-KTW statt im RTW erfolgen kann, ist einzelfallabhängig vom Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (ORGL) in Abstimmung mit dem Leitenden Notarzt (LNA) zu treffen.

RTW

Rettungswagen sind Fahrzeuge zur schnellstmöglichen Notfallrettung akut verletzter oder erkrankter Personen. Sie sind mit geeigneter Ausstattung beladen und werden mind. von einem Notfallsanitäter (oder Rettungsassistent) und einem Rettungssanitäter besetzt.

KTW

Krankentransportwagen 

werden für  den  Transport  erkrankter,   verletzter Personen benutzt, welche keine Notfallpatienten

 

sind.  Sie werden für den qualifizierten Krankentransport eingesetzt. Besetzt werden sie durch mind. einen Rettungssanitäter und einen Rettungshelfer.

 

ITW

Intensivtransportwagen werden zur Verlegung von Patienten unter intensivmedizinischen Bedingungen verwendet. 

Im Gegensatz zu einem RTW ist die Ausstattung umfangreicher. 

 

Als Besatzung dient ein  Arzt der Intensivmedizin, eine Intensivpflegefachkraft und ein Sanitäter. 

 


N-KTW

Im Gegensatz zum gewöhnlichen KTW bieten Notfallkrankenwagen eine bessere Ausrüstung, mit der sie im Ausnahmefall auch Notfalltransporte fahren können. Notfall-KTW erfüllen mind. die Anforderungen des Typ B nach Norm DIN EN 1789. Um als Notfall-KTW zu fahren.

MZF

Im Gegensatz zum N-KTW als aufgewerteter KTW ist ein Mehrzweckfahrzeug im Rettungsdienst ein Hybridfahrzeug aus RTW und KTW. Anders ausgedrückt, handelt es sich um einen vollwertigen RTW, der zusätzlich mit einem Tragestuhl für den Krankentransport ausgerüstet ist. Für Rettungseinsätze ist die gleiche Besatzung nötig, die ein RTW erfordern würde.

NEF

Ein Notarzteinsatzfahrzeug ist ein Fahrzeug des Rettungsdienstes, mit dem der Notarzt zur Einsatzstelle gefahren wird. Neben dem Notarzt ist es mit einem Notfallsanitäter besetzt, der das Fahrzeug fährt. 


Übungen

Gemeinsam mit der Feuerwehr und den Schnelleinsatzgrupen finden regelmäßig auch Übungen statt, um die Einsatzkräfte auf eine Vielzahl möglicher Einsatzszenarien vorzubereiten. Hierbei werden nicht nur Großschadenslagen erprobt.

Von der Straße abgekommenes Fahrzeug bei einer realitätsnahen Einsatzübung - Szenario vor dem Eintreffen der Rettungskräfte
Von der Straße abgekommenes Fahrzeug bei einer realitätsnahen Einsatzübung - Szenario vor dem Eintreffen der Rettungskräfte

Für die freundliche Unterstützung bei der Umsetzung bedanken wir uns recht herzlich bei:


Die genannten Lokalgliederungen der Hilfsorganisationen existieren nur im Maßstab 1:87. Geholfen wird jedoch auch im echten Leben, Tag und Nacht, rund um die Uhr, häufig auch ehrenamtlich:

 

Zum ASB im Maßstab 1:1 gelangen Sie hier: www.ASB.de

Zum echten DRK gelangen Sie hier: www.DRK.de

Zu den größeren Wasserrettern der DLRG? Hier entlang geschwommen: www.DLRG.de

Zu den Johannitern jenseits der kleinen Fantasiewelt gelangen Sie hier: www.Johanniter.de

Zum großen Vorbild der Miniatur-Malteser geht es hier: www.Malteser.de

 

Oder informieren Sie sich doch über die Arbeit Ihrer Polizei vor Ort oder den Feuerwehren in Ihrer Nähe.