Rettungsdienst

Hier finden Sie Informationen über die Rettungsdienststrukturen im Leitstellenbereich der ILS Dohnsberg, welche die Einsatzmittel der Landeshauptstadt Dohnsberg und des Landkreises Dohnsberger Land disponiert.

 

Besonders in den Gebirgslagen stellt die Organisation eines effizienten Rettungsdienstes eine Herausforderung dar, da auch hier ein schnelles Eintreffen der Rettungsmittel im Einsatzfall erforderlich ist.

Struktur

Das von der Leitstelle umfasste Gebiet bringt einige Besonderheiten mit sich, die bei der Rettungsdienst-Bedarfsplanung der jeweiligen Träger berücksichtigt werden müssen. Sowohl die Landeshauptstadt Dohnsberg (DOHNSBERG AIRPORT), als auch der Landkreis Dohnsberger Land (FLUGHAFEN DOHNSBERG-FERRENWALDE)verfügen jeweils über einen internationalen Flughafen. Sowohl das Dohnsberger Bergland, als auch die Landeshauptstadt locken zudem zahlreiche Touristen an. Im Westen des landkreises ist zudem die chemische Industrie mit einem Großbetrieb angesiedelt. 

 

Mit dem Autobahnkreuz Dohnsberg und dem Dohnsberger Hauptbahnhof befinden sich wichtige Verkehrsknotenpunkte im Versorgungsbereich der Leitstelle.  Neben den spezifischen Gefahren und der Einwohnerzahl gilt es auch die erforderlichen Wegstrecken in ein geeignetes Krankenhaus bei der Planung zu berücksichtigen. Folglich ergibt sich für den Landkreis aufgrund häufig längerer Wegstrecken trotz einer ähnlich hohen Einwohnerzahl ein deutlich höherer Bedarf an Rettungsmitteln als für die Landeshauptstadt.

Organisation

Der Leitstellenbereich ist organisatorisch in 3 Versorgungsbereiche unterteilt. Ein Versorgungsbereich ist die Landeshauptstadt Dohnsberg, der Landkreis wiederum ist in zwei Versorgungsbereiche unterteilt, die den ehemaligen Kreisen Ferrenwalde und Torfenstein entsprechen. Die ausgewiesenen Versorgungsbereiche dienen jedoch vorrangig der Planung, z.B. für die OrgL-Abdeckung. In der Praxis wird bei Notfällen stets das nächstgelegene, geeignete Einsatzmittel alarmiert. Bei nicht dringenden Einsätzen wie z.B. Krankentransporten oder Einsatzfahrten ohne Sonder- und Wegerechte werden die Planungsgrenzen jedoch eingehalten, insofern ein freies Einsatzmittel im Bereich zur Verfügung steht.

Versorgungsbereiche im Leitstellenbereich Dohnsberg
Versorgungsbereiche im Leitstellenbereich Dohnsberg
Rettungswachen im Bereich der Leitstelle Dohnsberg
Rettungswachen im Bereich der Leitstelle Dohnsberg

Bei Bedarf können Einsatzmittel auch zur Hilfeleistung in Nachbarlandkreisen - und umgekehrt - eingesetzt werden.

Bei der Vergabe an externe Leistungserbringer (Hilfsorganisationen und Unternehmen) wird neben des Preises auch stets u.a. die Fähigkeit zur Mitwirkung im erweiterten Rettungsdienst (SEG) und im Katastrophenschutz berücksichtigt.

Fahrzeuge

Der Landkreis DBL und die Landeshauptstadt Dohnsberg als jeweilige Träger des Rettungsdienstes legen reguläre  Kapazitäten fest um die Vorgaben des Landesrettungsdienstgesetzes zu erfüllen. Neben der vorzuhaltenden Zahl an Rettungswagen, Mehrzweckfahrzeugen, Krankentransportwagen, Notarzteinsatzfahrzeugen (sowie ggf. Spezialfahrzeugen) werden auch deren Vorhaltezeiten festgelegt. Diese Zeiten können aus gegebenem Anlass erweitert werden. 

 

In jeder Rettungswache sind für Standzeiten aufgrund von Ausfall, Wartung oder Desinfektion Reservefahrzeuge vorzuhalten, für Außenstellen anderer Rettungswachen kann auf Reservefahrzeuge der übergeordneten Wache zurückgegriffen werden. Hierfür werden i.d.R. dienstältere Fahrzeuge eingesetzt.

 

Bei der Vorhaltung an Krankentransportwagen erfüllt eine zunehmende Stückzahl die Norm des KTW Typ B (Notfall-KTW/N-KTW). Hierdurch können RTW entlastet werden, da zu Einsätzen ohne Notfall-Indikation stattdessen N-KTW disponiert werden können. Bei einem Massenfall an Verletzten (MANV) können so zudem bereits aus der Regelvorhaltung des Rettungsdienstes schnell geeignete Transportkapazitäten gewonnen werden.

 

Durch die Vorhaltung von Mehrzweckfahrzeugen auf der Position von Krankentransportfahrzeugen, die in den letzten Jahren forciert wurde, konnte die Flexibilität bei der Reaktion auf Einsätze erhöht werden, da hiermit sowohl Spitzen in der Notfallrettung als auch im Krankentransport abgefedert werden können.

RTW

Rettungswagen sind Fahrzeuge zur schnellstmöglichen Notfallrettung akut verletzter oder erkrankter Personen. Sie sind mit geeigneter Ausstattung beladen und werden mind. von einem Notfallsanitäter (oder Rettungsassistent) und einem Rettungssanitäter besetzt.

NEF

Ein Notarzteinsatzfahrzeug ist ein Fahrzeug des Rettungsdienstes, mit dem der Notarzt zur Einsatzstelle gefahren wird. Neben dem Notarzt ist es mit einem Notfallsanitäter besetzt, der das Fahrzeug fährt. 

KTW

Krankentransportwagen 

werden für  den  Transport  erkrankter,   verletzter Personen benutzt, welche keine Notfallpatienten

sind. Sie werden für den qualifizierten Krankentransport eingesetzt. Besetzt werden sie durch mind. einen Rettungssanitäter und einen Rettungshelfer.

NAW

Bei einem NAW handelt es sich um einen RTW, der zusätzlich mit einem Notarzt besetzt ist. Auch ein gewöhnlicher RTW wird folglich defacto zum NAW, sobald ein Notarzt aus dem NEF den Patiententransport im RTW begleitet.

ITW

Intensivtransportwagen werden zur Verlegung von Patienten unter intensivmedizinischen Bedingungen verwendet. 

Im Gegensatz zu einem RTW ist die Ausstattung umfangreicher. Als Besatzung dient ein  Arzt der Intensivmedizin, eine Intensivpflegefachkraft und ein Sanitäter. 

 

Baby-NAW

Ein Baby-NAW ist ein notarztbesetztes Einsatzmittel zur Versorgung und Verlegen von Neu- und Frühgeborenen. Zur Ausstattung gehört hierbei immer ein Transportinkubator.


N-KTW

Im Gegensatz zum KTW bieten Notfallkrankenwagen eine bessere Ausrüstung (mind. Typ B nach Norm DIN EN 1789). Als Personal werden zwei Rettungssanitäter eingesetzt, von denen mind. einer über Berufserfahrung in der Notfallrettung verfügen muss und neben dem Einsatz im N-KTW regelmäßig auch im RTW seinen Dienst verrichten muss. Im Gegensatz zum RTW sind sie nicht mit EKG, Defibrillator, Spritzenpumpe und Beatmungsgerät ausgestattet. Neben Krankentransporten können sie bei nicht lebensbedrohlichen Notfällen an Stelle eines RTW entsandt werden. Vor allem im ländlichen Raum, wo sich alleine aufgrund der Fahrtzeit eine lange Bindung des Einsatzmittels ergibt, sind N-KTW eine sinnvolle Ergänzung, um RTW für lebensbedrohliche Fälle verfügbar zu halten. Für die Versorgung akuter Erkrankungen und Verletzungen und den anschließenden Transport ins Krankenhaus sind sie materiell wie personell hinreichend ausgestattet. Bei Einsatzspitzen können N-KTW auch bei lebensbedrohlichen und unklaren Notfällen als First-Responder zum Einsatz kommen und bei Nicht-Vorliegen vitaler Bedrohungen Patientenversorgung und -transport übernehmen. Darüber hinaus sind sie eine personelle und materielle Unterstützung bei einem Massenanfall von Verletzten.


MZF

Im Gegensatz zum N-KTW als aufgewerteter KTW, ist ein Mehrzweckfahrzeug im Rettungsdienst ein Hybridfahrzeug aus RTW und KTW. Anders ausgedrückt, handelt es sich um einen vollwertigen RTW, der zusätzlich mit einem Tragestuhl für den Krankentransport ausgerüstet ist. Sie können folglich sowohl in der Notfallrettung als auch im Krankentransport eingesetzt werden. In der Regelvorhaltung können Sie sowohl Einsatzspitzen in der Notfallrettung als auch im Krankentransport abfedern. Auch als kombiniertes Reservefahrzeug für RTW und (N-)KTW können sie vorgehalten werden.

GW-Rett

Ein Gerätewagen Rettungsdienst ist mit Material zur Errichtung einer Patientenablage zur (Erst-)Versorgung von ca. 10-15 Patienten beladen. Im Gegensatz zu einem GW San ist er dem Regelrettungsdienst zugeordnet und wird bei Bedarf von hauptamtlichen Rettungsdienstpersonal besetzt. Er schließt bei Großschadenslagen (MANV) die Materiallücke vom Eintreffen des Rettungsdienstes bis zum Eintreffen einer Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst (SEG San).


Erweiterter Rettungsdienst (Hintergrund-RD)

Im Rahmen der Ausschreibungen werden die Leistungserbringer ermutigt, sich neben der vertraglichen Erfüllung im Rahmen der Regelvorhaltung auch am Hintergrundrettungsdienst zu beteiligen. Dieser erweiterte Rettungsdienst kommt zum Tragen, wenn die Kapazitäten der Regelvorhaltung dem Einsatzaufkommen nicht mehr gerecht werden. Dies kann durch ein hohes Aufkommen von Einzeleinsätzen oder durch einen Massenanfall von Verletzten bedingt sein.

 

Der erweiterte Rettungsdienst wird durch Schnelleinsatzgruppen sichergestellt, wobei bei einem hohen Einsatzaufkommen SEG Transport alarmiert werden. Bei Großschadenslagen (MANV) kommen auch weitere SEGn (v.a. SEG Sanität) zum Einsatz. 

Übungen

Gemeinsam mit der Feuerwehr und den Schnelleinsatzgrupen finden regelmäßig auch Übungen statt, um die Einsatzkräfte auf eine Vielzahl möglicher Einsatzszenarien vorzubereiten. Hierbei werden nicht nur Großschadenslagen erprobt.

Von der Straße abgekommenes Fahrzeug bei einer realitätsnahen Einsatzübung - Szenario vor dem Eintreffen der Rettungskräfte
Von der Straße abgekommenes Fahrzeug bei einer realitätsnahen Einsatzübung - Szenario vor dem Eintreffen der Rettungskräfte

Für die freundliche Unterstützung bei der Umsetzung bedanken wir uns recht herzlich bei:


Die genannten Lokalgliederungen der Hilfsorganisationen existieren nur im Maßstab 1:87. Geholfen wird jedoch auch im echten Leben, Tag und Nacht, rund um die Uhr, häufig auch ehrenamtlich:

 

Zum ASB im Maßstab 1:1 gelangen Sie hier: www.ASB.de

Zum echten DRK gelangen Sie hier: www.DRK.de

Zu den größeren Wasserrettern der DLRG? Hier entlang geschwommen: www.DLRG.de

Zu den Johannitern jenseits der kleinen Fantasiewelt gelangen Sie hier: www.Johanniter.de

Zum großen Vorbild der Miniatur-Malteser geht es hier: www.Malteser.de

Zur technischen Hilfe jenseits des Modellbaus gelangen Sie hier: www.THW.de

 

Oder informieren Sie sich doch über die Arbeit Ihrer Polizei vor Ort oder den Feuerwehren in Ihrer Nähe.