Einsatzeinheiten

Aus den einzelnen Schnelleinsatzgruppen lassen sich Einsatzeinheiten (EE) als landesweit einheitliche Katastrophenschutzeinheiten bilden. Eine EE besteht standardmäßig aus folgenden Komponenten:

  • Führungsgruppe: 1 Einsatzleitwagen (Org.) sowie 1 Kommandowagen (Org.)
  • Sanitätsgruppe: 1 Gerätewagen Sanitätsdienst (Bund/Land), 1 Rettungswagen (Org.) und 1 Mannschaftstransportwagen (Bund/Land)
  • Betreuungsgruppe: 1 Gerätewagen Betreuung (Bund/Land) und 2 Betreuungskombis (Bund/Land)
  • Transportstaffel: 3 Krankentransportwagen (1x Bund/Land, 2x Land)
  • Verpflegungsstaffel: 1 Gerätewagen Verpflegung (Org.), 1 Mannschaftstransportwagen (Land) und 1 Feldkochanhänger (Land)
  • Logistik- und Technikgruppe: 1 Gerätewagen Technik (Land), 1 Gerätewagen Logistik (Land), 1 Mannschaftstransportwagen (Org.) und 1 Technik-Anhänger (Land)

Die Ausrückdauer einer kompletten Einsatzeinheit ist aufgrund der erforderlichen Helferzahl jedoch deutlich länger, als die einer oder zweier Schnelleinsatzgruppen. 

 

Der Landkreis verfügt insgesamt über vier Einsatzeinheiten, die aus den Einsatzkräften gebildet werden, die auch in den SEGn aktiv sind:

  • EE Mitte des Lkr. DBL - SEG Dohnsberg des ASB
  • EE West des Lkr. DBL - SEG Torfenstein des DRK
  • EE Süd des Lkr. DBL - SEG Zirkelfelde des MHD
  • EE Nord des Lkr. DBL - SEG Ferrenwalde der JUH

Eine Einsatzeinheit besteht aus 50 Einsatzkräften und 17 Fahrzeugen.

 

Eine Einsatzeinheit kann mit Unterstützung von Kräften des Regelrettungsdienstes einen Behandlungsplatz 25 (BHP 25 MOB) oder einen Betreuungsplatz 250 (BTP 250 MOB) betreiben.


Struktur vor der KatS-Reform 2004

Die heutige modulare Struktur der Einsatzeinheiten ist das Ergebnis einer umfassenden Reform des Katastrophenschutzgesetzes des Freistaats Mobingen im Jahr 2004. Zwar bestanden bereits zuvor durch gebildete Schnelleinsatzgruppen schnelle, flexiblere Strukturen, jedoch fehlte es an einer landesweiten Normierung.

 

Bis 2004 war die heutige Einsatzeinheit in die Teilkomponenten Sanitäts- und Betreuungszug unterteilt.

 

Um die Verzahnung zu fördern, erfolgte 2004 die Verschmelzung beider Einsatzzüge zur Einsatzeinheit. Die Einheiten können so gemeinsam die Versorgung und Betreuung verletzter und betroffener Personen effizienter gewährleisten. Durch die Unterteilung in mehrere, spezifischere Fachgruppen wird zudem eine präzisere, standardisierte Alarmierung der erforderlichen Einheiten ermöglicht und die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen vereinfacht (Baukastenprinzip).

 

Ein Sanitätszug aus:

  • 1 Einsatzleitwagen (ELW - Organisation)
  • 1 Arzttruppwagen (ATW - Bund/Land)
  • 1 Sanitätsmaterialtransporter (SMT - Land)
  • 1 Gerätewagen Technik (GW T - Land)
  • 1 Technik-Anhänger (Anh T - Land)
  • 2 Sanitätsgruppenkraftwagen (SanGrKW - Bund/Land)
  • 1 Rettungswagen (RTW - Organisation)
  • 2 Vier-Tragen-Krankentransportwagen (KTW-4 - Bund/Land)
  • 1 Krankentransportwagen (KTW - Organisation)

Ein Betreuungszug bestand aus:

  • 1 Führungskraftwagen (FüKw - Organisation)
  • 1 Betreuungslastkraftwagen (BtLkw - Bund/Land)
  • 3 Betreuungskombis (BtKombi - Bund/Land)
  • 1 Feldkochherd-Anhänger (Anh FKH - Bund/Land)
  • 1 Gerätewagen Verpflegung (GW V - Organisation)
  • 1 Gerätewagen Betreuungslogistik (GW BtLog - Land)

Nach der Reform 2004 wurde der Sanitätszug in die Sanitätsgruppe (SEG San), Transportgruppe (SEG Trp) und die Logistik- und Technikgruppe (SEG LuT) aufgeteilt. 

Der Betreuungszug wurde in die Betreuungs- und Verpflegungsgruppe aufgeteilt (SEG Bt und SEG V). Die Komponente Betreuungslogistik wurde in die Logistik- und Technikgruppe integriert.